Klärende Aussprache zum Anbau am Theater
Lebhafte Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes Uelzen


Aktuelles aus der Landes- und der Kommunalpolitik mit kritischen Fragen Richtung Ratsfraktion – es wurde eine lebhafte Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes Uelzen, zu der Vorsitzender Uwe Böker die Teilnehmer im Gildehaus begrüßte.
Zum aktuellen Stand in der Landespolitik ist Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer  zuversichtlich, dass mit der neuen Regierungskoalition aus SPD und CDU in Niedersachsen  wichtige Projekte für den Landkreis Uelzen umgesetzt werden können. Allem voran die A 39. „Mit dem Bau muss in dieser Legislaturperiode begonnen werden, sonst ziehen andere Projekte daran vorbei und die Position gegenüber dem Bund wird dann schwerer“, so Hillmer. Er betonte zudem, dass es gelungen sei, Vorhaben in die Koalitionsvereinbarung aufnehmen zu lassen, bei denen der Landkreis Uelzen eine Vorreiterrolle einnehmen könne, nach dem Glasfaserprojekt zum Beispiel auch bei der Digitalisierung der Verwaltung. Hillmer hob hervor: „Der Landkreis Uelzen ist kein Sorgenkind mehr wie noch vor 15 Jahren. Wir haben gezeigt, dass wir unsere Angelegenheiten regeln und unsere Entwicklung dynamisch voranbringen.“
Weniger beschaulich war die Stimmung zunächst beim Bericht von Markus Hannemann, der als Vorsitzender der CDU-Fraktion aus dem Stadtrat berichtete. Zum Plan, ein Veranstaltungszentrum neben dem Theater zu bauen, stellte er sich kritischen Stellungnahmen und Fragen, sodass es zu einer klärenden Aussprache kam. Im Visier standen die Notwendigkeit, Finanzierungsrisiken und mögliche Konkurrenz zur Jabelmannhalle.
Markus Hannemann erklärte dazu: „Hier wird keine neue Konkurrenz aufgebaut. Es geht darum, den Saal und die beiden Räume der Stadthalle, die voraussichtlich 2021 geschlossen wird, zu ersetzen. Denn dort läuft bereits seit vielen Jahren ein Betrieb parallel zu anderen Veranstaltungen und Örtlichkeiten in Uelzen und das ohne Beanstandungen. Für die Aktivitäten wie Tanzschule, Versammlungen, Vereinstreffen und darüber hinaus Ausstellungen, die teilweise mehrtägig sind, gibt es außer in der Stadthalle keine geeigneten Räumlichkeiten,  die zudem den Nutzern ohne große Mietzahlungen zur Verfügung stehen. Die Folge wäre, dass es diese Vielfalt an kulturellen Aktivitäten nicht mehr geben würde.“
Konkrete Überlegungen dazu gebe es seit mehreren Jahren und seien allen Beteiligten bekannt. Zu Befürchtungen wegen einer Tiefgarage unter dem Bau in Nähe der Ilmenau hieß es: „Hier ist an einen Stelzenbau gedacht, der voraussichtlich nur gering unter dem jetzigen Niveau liegen soll.“
Hannemann zeigte auf: „Die Außenhülle des Theaters ist dringend sanierungsbedürftig. In diesem Zuge ließe sich ein Anbau am bestens verwirklichen. Bei der nächsten Ratssitzung sollen vorerst die Planungskosten in den Haushalt aufgenommen werden, damit wir anhand von Fakten das Für und Wider abwägen können.“


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