“Integration – nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten“


CDU-Kreisverband diskutiert über Staatsbürgerschaft

Als Necdet Savural vor 47 Jahren nach Deutschland kam, sprach er anfangs kein Wort deutsch und plante nur ein paar Jahre Arbeitsaufenthalt.  Auf seinem weiteren Weg  aber entschied er sich für Deutschland als Heimat. Er heiratete eine deutsche Frau, gründete mit ihr ein Unternehmen, 1991 nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an und gab die türkische ab. Er ist in der Kommunalpolitik aktiv und war in seinem Heimatort Brackel sogar Schützenkönig.  Was Integration bedeutet, erfordert und mit sich bringt, weiß er aus eigener Erfahrung und stand den Mitgliedern des CDU-Kreisverbandes Uelzen gern als Gesprächspartner zur Verfügung.
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Der Hauptausschuss des Kreisverbandes stand zum Thema  „Integration: Erwartungen, Wertevorstellungen und Ziele“, auch den Mitgliedern offen. CDU-Kreisvorsitzender Jörg Hillmer begrüßte rund 40 Teilnehmer zur Diskussionsrunde im Hotel Deutsche Eiche: „Integration muss allgemein, aber auch speziell im Hinblick auf die größte in Deutschland lebende Volksgruppe, die Deutsch-Türken, gesehen werden.“ Hillmer betonte: „Als die türkische Regierung umfangreich Wahlkampf in Deutschland machte, strömten tausende Deutsch-Türken, die schon in dritter Generation in Deutschland leben, zu den Kundgebungen und schwenkten türkische Fahnen. Offensichtlich identifizieren sie sich mehr mit der Türkei als mit Deutschland. Das zeigt, dass Integration nicht komplett gelungen ist.“
„Der Generalschlüssel für gelungene Integration“, so Necdet Savural, „ist die Sprache.“ Darüber hinaus sei es wichtig, dass Integration nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten bedeutet. „Integration ist keine Einbahnstraße“, stellte der 64-Jährige heraus. „Das fängt schon damit an, sich mit Gepflogenheiten, Sitten und Gebräuchen der neuen Heimat vertraut zu machen und sich von Sitten des Heimatlandes zu trennen.“ Savural redete Klartext: „Demokratische Werte, Grundgesetz und Rechtsstaatlichkeit sind nicht verhandelbar. Der deutsche Pass ist keine Ramschware. Ihn sollte nur erhalten, wer aus Überzeugung für die Werte einsteht.“  Necdet Savural ist selbst CDU-Mitglied und Vorsitzender seines Ortsverbandes. Den Beschluss des CDU-Bundesparteitages gegen die doppelte Staatsbürgerschaft unterstützt er. Deutlich sprach er sich dafür aus, dass es „unter den Deutsch-Türken für die jetzt aufwachsende 4. Generation keine doppelte Staatsbürgerschaft mehr geben sollte.“
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Ein ausführlich diskutierter Punkt war der Einfluss der Religion auf die Integrationsfähigkeit und –bereitschaft von Zuwanderern. Übereinstimmend plädierten Necdet Savural und Jörg Hillmer dafür, dass „dass die Imame in Deutschland ausgebildet werden und in  den Moscheen deutsch gesprochen wird.  „Es muss transparent und deutlich sein, was gepredigt wird – und“, ergänzte Savural, auf diese Weise auch für alle zugänglich, denn es halten sich Moslems verschiedener Herkunft und Sprache dort auf.“
„Zu den eigenen Werten zu stehen“, dazu forderte Necdet Savural auch die Anwesenden auf: Haben Sie keine Scheu davor, die Maßstäbe und Maßnahmen zu benennen, die für ein gesellschaftliches Miteinander notwendig sind.“



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